Allahu Snackbar – Göttlich legitimierte Gewalt

fiqhWer eine Legitimation für Gewalt sucht, braucht im Koran nicht lange zu suchen. Die Allahu Snackbar an gewalttätigen islamistischen Gruppen, die sich auf diverse Koran-Suren berufen, belegt das. Wer „im Auftrag Gottes“ handelt, kann doch mit Mord, Vergewaltigung und Versklavung nicht falsch liegen, oder?

Wer einen Grund bzw. eine Legitimation für Gewalt sucht, wird vielerorts fündig. Vor allem Religionen und politische Ideologien bieten hierfür genügend „moralische Rechtfertigungen“. Besonders der Islam sticht jedoch dabei hervor. Zwar hat die Bibel – insbesondere im Alten Testament – ebenso genügend solcher Gewaltaufrufe vorzuweisen, doch für die meisten Christen spielt das Neue Testament eine deutlich größere Rolle. Im Koran jedoch gilt jedes einzelne Wort als „göttlich“ und als strikt zu befolgen.

 

Der Islam („Unterwerfung“ unter Gott bzw. „Hingabe“ an Gott) fordert die völlige Ausrichtung des Lebens auf die Worte des Propheten Mohammed ein. Dass nicht jeder Muslim deshalb zu einem Mörder, Dschihadisten, Sklavenhalter und Vergewaltiger wird, liegt wohl auch daran, dass es mehr als genügend Menschen mit einem gesunden Menschenverstand gibt.

 

Menschen, die vor Gewalt an anderen Menschen – und seien es auch „Ungläubige“ – zurückschrecken. Doch die Hunderttausende an radikalen Islamisten, die sich quer durch die Welt bomben, schießen, hacken und stechen und dabei auch vor ihren Glaubensgenossen keinen Halt machen zeigen, dass der Islam ein grundlegendes Problem hat.

 

Denn der Koran an sich mag zwar im Gesamten kein Werk sein, welches einfach zur Gewalt aufruft, doch die vielen Widersprüche in den Suren (ältere, gewalttätigere vs. neuere, ausgleichendere) lassen faktisch jeden das finden, was er will.

 

So heißt es in Sure 9:5: „Sind die heiligen Monate abgelaufen, dann tötet die Beigeseller [Meint: Götzendiener, Ungläubige], wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie, und lauert ihnen auf aus jedem Hinterhalt.“ Nur etwas später heißt es in Sure 9:29: „Kämpft gegen die, die nicht an Gott glauben und auch nicht an den Jüngsten Tag (…), bis sie erniedrigt den Tribut aus der Hand entrichten.“

 

Man muss hierbei nur den Kontext und die historischen Umstände außer Acht lassen und schon hat man genügend Gründe, andere Menschen zu ermorden, zu quälen und zu erniedrigen. Fundamentalistische Prediger nutzen dies natürlich voll und ganz aus – und deren Predigten fallen immer wieder auf fruchtbaren Boden. Klar, denn die Allahu Snackbar ist für jeden geöffnet, der klein an Verstand ist und von kontextualem Textverständnis keinen blassen Schimmer hat – und zudem noch nach einer Rechtfertigung für seine sadistischen Triebe sucht.

 

Durchgeknallte Spinner, Testosteron-Junkies und Sadisten hat es immer schon gegeben und wird es wohl immer geben. Doch so lange es Religionen und politische Ideologien gibt, die diese Knallköpfe auch noch zu ihren grausamen Taten anspornen, werden auch noch viele solcher Menschen ihre latent vorhandenen Anlagen ausleben.

 

 

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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