Radikale islamistische Literatur ist die Norm in kanadischen Moscheen

islamkanadaRadikale islamistische Literatur wird in kanadischen Moscheen und islamischen Schulen schockierend oft verwendet, wie eine neue Studie ergab. Thomas Quiggin, ein ehemaliger kanadischer Geheimdienstanalyst und Saied Shoaaib, ein Journalist und gebürtiger Ägypter fanden heraus, dass radikale Literatur in vielen Moscheen und islamischen Schulen so häufig vorkommen, dass sie oftmals die gesamte Bibliothek ausmachten.

„Es müssen weitere Nachforschungen gemacht werden, um herauszufinden wie breit und tief dieses Problem geht,“ heisst es in der Studie. Quiggin und Shoaaib merkten an, dass es ein drängendes Kernthema ist, da viele junge Kanadier aufgrund solcher Literatur radikalisiert wurden. Sie erklärten, dass moderate islamische Perspektiven sehr schnell verdrängt werden von einer Flut radikaler Philosophieansätze, was sehr oft beobachtet werden kann in den verschiedenen islamischen Institutionen Kanadas.

„Die Zerrissenheit des Islams zwischen Islamisten und Humanisten ist in Kanada und den USA nicht anders als im Mittleren Osten, Europa und Südasien,“ schrieben die Autoren. Sie sammelten die Informationen direkt an der Quelle und besuchten die Bibliotheken persönlich. Dann erweiterten sie ihre Nachforschungen mit der Untersuchung von quelloffenen Informationen und den Sozialen Medien, um zu zeigen, wie allgegenwärtig das Problem ist.

Unter der radikalen Literatur befinden sich Arbeiten von Sayyid Qutb, dem geistigen Vater von Terroristen wie Osama bin Laden. Dazu fanden die Rechercheure Arbeiten von Ibn Wahhab, dem Gründer der extremistischen Wahabbisekte, die in Saudi Arabien Staatsreligion ist und von der extremistische Gruppen wie Al-Kaida ihre Ideologie beziehen.

Der Kanadische Imamrat hat die Resultate der Studie zurückgewiesen und behauptete, dass die muslimischen Gelehrten Kanadas den islamischen Radikalismus verurteilen.

Trotz dieser Behauptung nimmt die Radikalisierung in Kanada zu. Geheimdienstberichte sagen, dass derzeit bis zu 60 potenzielle Dschihadisten auf den Strassen des Landes herumlaufen. Es wird angenommen, dass 100 Kanadier das Land verliessen, um sich dem Islamischen Staat anzuschliessen, auch wenn die Zahl nur geschätzt ist.

Kanadas Regierung unternimmt nun Schritte, um die Gefahr der Radikalisierung zu zügeln,indem sie Anlaufstellen für die Deradikalisierung eröffnet, die uner dem Titel Kanadische Büros für Gemeindezugang und Deradikalisierung firmieren.

(…mehr)

 

 

 

Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.