Der Islam ist keine Religion

tomas1Thomas Rietzschel

 

Religion und Islam sind zwei verschiedene Dinge. Das eine passt nicht zum anderen. Solange die Europäer das nicht zur Kenntnis nehmen wollen, bleibt ihr Kampf gegen die Terroristen ein aussichtsloses Unterfangen. Denn mit dem Koran tragen die „Gotteskrieger“ allesamt kein heiliges Buch, sondern die ideologische Grundlage einer politischen Strategie in der Tasche, die dezidiert weltliche Herrschaftssprüche untermauert und erhebt. Ihrem Charakter nach gleicht sie dem Kommunistischen Manifest viel mehr als der Bibel oder dem Talmud.

Zwar sind auch die Christen mit dem Bezug auf ihre „heilige Schrift“ übereinander und Andersgläubige hergefallen, um ihre jeweiligen Herrschaftsgebiete zu erweitern. Nur liegt das inzwischen Jahrhunderte zurück. In Europa endeten die Religionskriege 1648 mit dem Westfälischen Frieden, dem Abschluss des Dreißigjährigen Krieges zwischen Katholiken und Protestanten. Ein Jahrhundert später proklamierte die Aufklärung, ausgehend von Frankreich und Deutschland, das Recht des Einzelnen, nach den Maßgaben der Vernunft  über seine Gesinnung zu entscheiden. Der Glaube wurde zur Privatangelegenheit.

 

Ungeachtet aller kirchlichen Gegenwehr brachte die Säkularisierung die Religionen um ihren Anspruch auf eine amtliche Teilhabe an der Regierung. Allein im Vatikan verfügen die Katholiken noch über das Recht der staatlichen Machtausübung. Überall sonst gilt in Europa die Trennung von Kirche und Staat. Obwohl das Versuche der Einflussnahme nicht immer ausschließt, hat die Utopie vom Gottesstaat auf dem europäischen Kontinent ausgedient.

 

Nicht so in den moslemisch geprägten Ländern der arabischen Welt. Dort ist der Islam geblieben, was er immer war: eine religiös verbrämte Ideologie, die politische Ziele verfolgt. Wer sich darüber hinwegtäuschen will, indem er zwischen Islam und Islamismus unterscheidet, stiftet einen faulen Frieden. Ebenso wie jene, die uns glauben machen wollten, der wahre Kommunismus habe nichts mit der Diktatur seiner kommunistischen Machthaber und ihrem Griff nach der Weltherrschaft zu tun. Von der Demagogie der Nationalsozialisten wollen wir erst gar nicht reden.

 

Selbst wenn es den gläubigen Moslems nicht immer bewusst sein mag, beten sie zu dem selben Gott, für den die Terroristen in den unerklärten Weltkrieg gegen die Ungläubigen ziehen, als Selbstmordattentäter und Mordbrenner, die vor keiner Barbarei zurückschrecken, wenn es darum geht, der freiheitlichen Existenz des Einzelnen den Garaus zu machen.

 

Anders als die Amokläufer, die in Schulen und an anderen Orten wild um sich schießen, handeln sie nicht als Einzeltäter, sondern als „Kämpfer“ einer sich selbst formierenden Armee. Was sie dabei erstreben, ist nicht mehr und nicht weniger als die Errichtung totalitärer Herrschaftstrukturen. Sie bomben in der Überzeugung, das Vermächtnis ihres Propheten Mohammed (um 570-632), eines Soldaten und Feldherren, zu vollstrecken. Dafür schlagen sie mit der Axt auf wehrlose Menschen wie eben in einem Zug nahe Würzburg.

 

Anders als beim Juden- oder dem Christentum, handelt es sich beim Islam eben nicht um eine Religion, die die Privatangelegenheit eines jeden ist, sondern um ein politisches Konzept, das auch jene mittragen, die ihm im Vertrauen auf die religiöse Tarnung gutgläubig anhängen mögen.

 

Die gebetsmühlenhaft wiederholte Behauptung, wie für jedes andere Glaubensbekenntnis so müsse die im Grundgesetz (Art. 4) festgeschriebene „Religionsfreiheit“ auch für den Islam gelten, lässt sich weder historisch noch aktuell rechtfertigen.

 

 

Dass der Staat unterdessen sogar dazu übergegangen ist, die islamische Ideologie an den Schulen unterrichten zu lassen, muss umso mehr entsetzen, als dieser Unterricht von DITIB überwacht wird. Leugnet der türkisch-islamischen Dachverband doch bis heute den Völkermord an den Armenien und sieht auch sonst keinen Anlaß, eindeutig von den Aktivität seiner terroristisch agierenden Glaubensbrüder abzurücken.

 

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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