Inflation im Euroraum steigt leicht

euroTrotz der Geldflut der EZB sind die Preise in der Euro-Zone zu Jahresbeginn nur leicht gestiegen. Was gut für die Verbraucher ist, beunruhigt die Währungshüter. Wird die Geldpolitik weiter gelockert?

Der Preisauftrieb im Euroraum hat sich Anfang des Jahres leicht verstärkt. Die jährliche Inflationsrate stieg im Januar auf 0,4 Prozent, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung in Luxemburg mitteilte.

Dies ist der stärkste Zuwachs seit Oktober 2014. Dennoch ist die Europäische Zentralbank (EZB) noch immer weit von ihrem Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent entfernt, die als optimal für die Konjunktur gilt. Im Dezember lag die Jahresteuerung nur bei 0,2 Prozent.

Schuld daran ist das billige Öl
Im Jahresvergleich waren Dienstleistungen im Januar um 1,2 Prozent und Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak um 1,1 Prozent teurer. Fallende Energiepreise halten die Inflation weiterhin auf einem Mini-Niveau: Energie war im Januar um 5,3 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat. Im Dezember war der Preisverfall allerdings mit 5,8 Prozent noch weit stärker ausgefallen.

Was die Verbraucher freut, ist für die Euro-Hüter Grund zur Sorge. Sie wollen verhindern, dass eine Abwärtsspirale aus sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen entsteht, die die Wirtschaft auf Jahre abwürgen kann. Angesichts der Talfahrt der Rohstoffpreise erwarten Experten, dass die EZB auf Jahre hinaus ihr Inflationsziel verfehlen wird. Selbst eine Eins vor dem Komma sei kurzfristig wohl eher unrealistisch, meint Chefökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe: „Für die nächsten Monate wird das für die EZB zumindest ein extrem schwieriges Unterfangen bleiben.“

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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