USA: Massenmorde nehmen zu

In diesem Jahr wurden in den USA 41 Massenmorde („mass shootings“) verübt. Einer seit 2006 geführten Statistik von AP, USA Today und der Northeastern University zufolge ein Höchstwert, es hat bisher in keinem anderen Jahr so viele Massenmorde gegeben.

In der Datenbank werden jene Vorfälle gesammelt, bei denen mindestens vier Menschen, ausgenommen der Täter, getötet werden. Bei 33 Vorfällen wurden Schusswaffen eingesetzt, bei acht zählten Messer, Äxte und Feuer die Waffe der Wahl. Insgesamt starben 211 Menschen; fast die Hälfte der US-Bundesstaaten hat dieses Jahr einen Massenmord erlebt.

Je nach Definition, ab welcher Opferzahl es sich um einen Massenmord handelt, variieren die Statistiken. Der Mass Shooting Tracker zählt zu einem Massenmord einen Vorfall mit mindestens vier Erschossenen, an einem Ort, ungefähr zur gleichen Zeit. Das Stanford University Mass Shootings in America Project zählt bereits ab drei erschossenen Personen, wobei Schießereien im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, Banden- oder Drogenkriegen hingegen ausgenommen werden.

Das Gun Violence Archive listet unter Massenerschießungen Vorfälle, bei denen an einem Ort mindestens vier Opfer durch Schusswaffen verletzt oder getötet werden, wobei die Täter nicht hinzugezählt werden. Unter diese Kategorie fallen in diesem Jahr 416 Vorfälle mit 464 Toten und 1700 Verletzten.

Zwei der tödlichsten Vorfälle ereigneten sich Anfang August. Innerhalb von 24 Stunden wurden in El Paso und Dayton insgesamt 32 Menschen getötet und 41 verletzt.

Weniger Vorfälle, aber mehr Opfer, wurden 2017 bei Massenmorden mit Schusswaffeneinsatz verzeichnet. In dem Jahr trieb das Las-Vegas-Massker die Opferzahlen in die Höhe. Damals wurden bei einem Konzert 58 Menschen getötet und 441 verletzt.

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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