Mann befriedigt sich minutenlang im Schulbus selbst

In Garmisch-Partenkirchen in Bayern hat sich ein Somalier  im Schulbus selbst befriedigt – neben einem jungen Mädchen. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.

Landkreis – Es hätte ein unbeschwerter Tag werden können. Doch es wurde einer, den Sandra W. (Name geändert) wohl nicht so schnell vergessen wird. Am 4. Dezember 2018 stieg das Mädchen, damals 14 Jahre alt, in einer Landkreisgemeinde wie üblich gegen 6.30 Uhr in den Schulbus.

Alles ganz normal an diesem Dienstag. Ein paar Minuten später betrat ein Somalier den Bus. Das Mädchen hatte einen Fensterplatz, machte Hausaufgaben. Der Somalier setzte sich dazu.

Was dann passierte, kam am Montag bei einer Verhandlung am Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen auf den Tisch. Staatsanwältin Eva Schierbaum legte dem Somalier Nötigung und exhibitionistische Handlungen zur Last. Demnach soll der Afrikaner, der wohl etwa Mitte 40 ist – so genau ist dies nicht bekannt – im besagten Schulbus sein erigiertes Glied entblößt und es bis zum Samenerguss stimuliert haben. Der Mann soll das Mädchen dabei angeschaut haben.

Garmisch-Partenkirchen in Bayern: Somalier befriedigt sich im Schulbus

Sandra W. wurde eine Aussage vor Gericht erspart. Im Vorfeld hatte sie der Ermittlungsrichter vernommen, das Video wurde im Saal abgespielt. „Ich war völlig überfordert“, erklärte das Mädchen, heute 15 Jahre alt. „Ich wusste nicht, was ich machen soll. Ich dachte, das kann doch jetzt nicht sein.“ Fünf bis zehn Minuten dauerte die Prozedur. Für das Mädchen waren es, so darf man annehmen, lange Minuten. 

In Garmisch-Partenkirchen: Mädchen traumatisiert: „Busfahren ist ein Problem“

Der Vorfall hat bis heute Folgen für das Leben der Familie, wie die Mutter deutlich machte. „Es war nicht leicht für uns.“ Die Tochter möchte ihr zufolge „nicht mehr darüber reden“. In der Schule sei sie schlechter geworden. Damit nicht genug: „Busfahren ist ein Problem.“

Der Somalier, ein anerkannter Asylbewerber, gestand die Tat. Über seinen Anwalt ließ er verlauten, dass ihm die Sache „außerordentlich leid“ tue. Er habe damals noch Stimmen gehört. Gutachter Dr. Cornelis Stadtland diagnostizierte paranoide Schizophrenie. Laut Rechtsbeistand Thomas Novak schämt sich der Angeklagte „im Nachhinein erheblich. Er möchte sich persönlich entschuldigen“.

Mann befriedigt sich in Garmisch-Partenkirchen im Bus: „Er hat öfters im Bus masturbiert“

Gegenüber Stadtland erklärte der Somalier, dass beide Elternteile im Bürgerkrieg getötet worden seien, ebenso seine acht Geschwister. 1991 soll er in den Jemen geflüchtet sein. In Somalia sei er als Moslem verfolgt worden. Nach Deutschland kam der Mann 2014 über die Balkanroute. Laut Gutachter hat er „keine sexuellen Erfahrungen mit anderen Personen“. Bisher habe er sich ausschließlich selbst befriedigt. „Er hat öfters im Bus masturbiert“, teilte der Gutachter mit.

In Garmisch-Partenkirchen im Bus masturbiert: Mann leidet wohl an Schizophrenie – und war in psychiatrischer Behandlung

Nach dem Vorfall im Schulbus kam der Somalier stationär in psychiatrische Behandlung. „Seitdem masturbiert er nicht mehr in Bussen, sondern nur noch in der Unterkunft“, sagte Stadtland. Seiner Einschätzung nach bestanden bei dem Angeklagten schon in Somalia Symptome einer Schizophrenie, die mit den dort üblichen Methoden (Schlafkur) behandelt wurden. In Deutschland war der Mann vor dem Bus-Vorfall in psychiatrischer Behandlung.

Staatsanwältin Schierbaum hielt ein Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung (Bewährungszeit vier Jahre) für angemessen, dazu ein Alkoholverbot für zwei Jahre, eine Geldauflage von 1000 Euro sowie 80 Sozialstunden. Verteidiger Novak schloss sich an.

Garmisch-Partenkirchen in Bayern: Mann masturbiert neben Mädchen im Bus – Richter mit deutlicher Ansage

Richter Dr. Benjamin Lenhart blieb am Ende darunter. Er verhängte nach dreistündiger Verhandlung wegen exhibitionistischer Handlungen acht Monate auf Bewährung (Bewährungszeit drei Jahre) sowie eine Geldstrafe von 1200 Euro, zu zahlen an den Sozialdienst katholischer Frauen. Zudem muss der Somalier die ärztliche Behandlung fortsetzen und seine Medikamente weiter nehmen.

Vor einem Kind im öffentlichen Raum in einem Bus zu masturbieren, „das ist an Dreistigkeit schwerlich zu überbieten. Recht viel ekliger geht es fast nicht mehr“, betonte Lenhart. Er machte dem Angeklagten klar: „Die geringste Kleinigkeit genügt, und ich widerrufe die Bewährung.“

Roland Lory

merkur.de

Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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