Salafismus ist nur die Spitze des Eisberges

In Nordrhein-Westfalen werden 109 Moscheen vom Verfassungsschutz beobachtet. In diesen soll die Gefahr einer extremistischen Indoktrination bestehen. Wir haben Ahmad Mansour gefragt, wie die Radikalisierung vonstattengeht, wer die Zielgruppe ist und wie dagegen vorgegangen werden sollte.

Der deutsch-palästinensische Psychologe Ahmad Mansour, 43, ist ein begehrter Interviewpartner, wenn es um Themen wie Terrorismus oder Kriminalität unter Zuwanderern geht. Mansour ist selbst Moslem und hat sich einen Namen als Brückenbauer zwischen den Kulturen gemacht. Er ist Autor des Buches: „Klartext zur Integration. Gegen falsche Toleranz und Panikmache.“

Herr Mansour, in Nordrhein-Westfalen beobachtet der Verfassungsschutz 109 von rund 850 Moscheen. Dort bestehe die Gefahr, dass Besucher von Radikalen angeworben werden könnten. Das ist etwa jede achte Moschee in NRW. Mal ganz naiv gefragt: Ist das viel?


Ehrlich gesagt nein. Es überrascht mich, dass manche so überrascht reagieren. Aus zwei Gründen: Erstens war und ist Nordrhein-Westfalen eine Hochburg des Salafismus. Das wissen wir nicht erst seit gestern. Und zweitens: Eigentlich sollten noch mehr beobachtet werden, denn Ditib wird es noch nicht.

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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