Marokko: Mein Sohn ist niemals ein Terrorist

20min.ch

Ein Schweizer ist im Mordfall an zwei Touristinnen in Marokko mitangeklagt. Seine Mutter beteuert jedoch seine Unschuld.

Im Prozess um den vermutlich islamistisch motivierten Mord an zwei skandinavischen Studentinnen in Marokko ist auch ein spanisch-Schweizer Verdächtiger angeklagt. Der 25-Jährige soll Medien zufolge zum Islam konvertiert sein.

Die Familie beteuert derweil seine Unschuld. «Er ist weit davon entfernt, ein Terrorist zu sein», wird die Mutter von «Marocco World News» zitiert. «Er ist kein Extremist und liebt die Menschen um sich herum.» Er sei Vater von drei Kindern. Und seine Grossmutter ergänzt, dass es «keine Beweise gegen ihn gibt».

Seine Anwältin appellierte nach eigenen Angaben an das Gericht, die erste Aussage ihres Mandanten bei der Polizei ausser Acht zu lassen.

Das Verhör habe nicht internationalen Standards entsprochen, da es keinen Übersetzer gegeben habe.Ein zweiter Mann mit Schweizer Wurzeln war bereits Anfang April zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt legte gegen das Urteil Berufung ein.

Die zwei Rucksacktouristinnen waren Mitte Dezember im Nationalpark Toubkal unweit von Marrakesch ermordet worden. Nach Polizeiangaben wurden sie geköpft. Die Tat löste in Marokko und auch in den Heimatstaaten der beiden jungen Frauen Entsetzen und Trauer aus.

Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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