„Operation Trojanisches Pferd“ Die Auswirkungen des Ofsted Berichts

islam_erziehungMan kann es als ausgleichende Gerechtigkeit ansehen, dass der „Plan“, der die jüngsten Entwicklungen im britischen Schulsystem in Gang gesetzt hat und der jetzt als „blinder Alarm“ bezeichnet wird sowohl auf die Beschreibung der investigativen Funde passt, als auch, dass er sich in Übereinstimmung mit den seit langen existierenden islamischen Doktrinen befindet. Hierbei geht es um die Etablierung und fortschreitende Abtrennung der muslimischen „Ummah“ in nichtmuslimischen Ländern.


Sam Solomon wuchs als Muslim auf und wurde festgenommen und zum Tode verurteilt, weil er dem Islam abschwor. Schon der Name – Projekt Trojanisches Pferd – war sehr wahrscheinlich als Signal gemeint für jene, die sich in Bezug auf die islamische Doktrin auskennen, von der einige Muslime denken, dass es notwendig sei, um ihre „Rechte“ zu erreichen und zu erweitern. Sicherlich war nie damit gemeint, dass die nichtmuslimischen britischen Behörden jemals davon erfahren sollten – noch viel weniger die britische Öffentlichkeit. Als es dann doch passierte kam sofort der Aufschrei „blinder Alarm“ (und natürlich „Islamophobie“)
Aber das überzeugendste Beweisstück um aufzuzeigen, dass es ein echtes Dokument ist, ist, dass der infrage stehende Plan bis zu einem gewissen Grad genau das widerspiegelte, was vorgefunden wurde, und zwar in allen Schulen, die man untersuchte. Diese „Alarmglocke“ schrillt so laut und klar, dass, würde man sie ignorieren, dies eine „vorsätzliche Blindheit“ wäre, wie der amerikanische Autor und Rechtsexperte Andrew McCarthy schrieb.
Operation „Trojanisches Pferd
Michael Gove, der Bildungsminister, berichtete im Unterhaus von den Ergebnissen einer dreimonatigen Ofsted Untersuchung über den angeblich zerstörerischen Einfluss extremistischer Islamisten in Schulen in Birmingham. Dabei wurden wesentliche Änderungen am Curriculum und der akademischen Ausrichtung vorgenommen, um die exklusive islamische Theologie und deren Werte zu reflektieren. Gove beschrieb auch die damit zusammenhängenden Einschüchterungen/Ausgrenzungen nichtmuslimischer Schüler und Lehrender.
Die Untersuchung wurde anhand von 200 Beschwerden in 25 Schulen durchgeführt und man entdeckte einen angeblichen Plan von muslimischen Jihadisten, der in einem Brief mit dem Titel „Operation Trojanisches Pferd“ beschrieben wurde, der schon etwas früher, im März, ans Tageslicht kam.
Der Brief war angeblich Teil einer Kommunikation zwischen Extremisten, in dem Jihadtechniken diskutiert wurden, mit denen man die Kontrolle über Schulen erlangen könnte. Darin wurden Taktiken beschrieben, wie zum Beispiel falsche Behauptungen aufstellen gegenüber Direktoren, indem man behauptet, dass Lehrer muslimischen Kindern Sexualkunde oder christliche Gebete unterrichten.
Der nächste Schritt beschreibt dementsprechend einen Plan, wie man vorgeht, wenn man die Kotrolle über die staatlichen Körperschaften erreicht hat – wenn man es geschafft hat, dass er umgesetzt wurde – dass die Jungen und Mädchen in den Klassenzimmern getrennt werden, dass Sportunterricht, Biologie und Sexualkunde in Übereinstimmung mit den islamischen Lehren unterrichtet werden.

Die Muslimführer streiten alles ab

Die muslimischen Führer von sechs der untersuchten Schulen haben bestätigt, dass der Brief über das „Trojanische Pferd“ einen Plan aufzeichnet, der aber nicht authentisch, sondern im Gegenteil eine Fälschung sei.
Diese Führer haben sich auch geweigert die Gültigkeit des Schlussberichts zu akzeptieren. Ofsted hat jedoch unzweideutig festgelegt, dass „eine Kultur der Angst und Einschüchterung“ innerhalb dieser Gruppe von Schulen existiert. Beispielsweise hat die Oldknow Academy ungeheuerliche Freiheiten innerhalb des Curriculums und der Verwaltung – in der Weise, dass es jetzt schon „die Praktiken einer Glaubensschule annimmt“, bis hin zu dem Punkt an dem nichtmuslimische Schüler und Kollegen von Ausflügen und anderen Schulveranstaltungen, wie zum Beispiel Versammlungen, ausgeschlossen werden.
Wiederherstellung britischer Werte

Als Antwort auf diese Ergebnisse kündigte Gove einige Sofortmaßnahmen an und verlangte von allen Schulen, dass sie die britischen Werte wiederherstellen und verbreiten innerhalb des Curriculums und in der Schulpolitik (obwohl er an diesem Punkt noch nicht „herausgefunden“ hatte, dass es eine „Verschwörung“ gab die Schulen zu übernehmen).
Nichtsdestotrotz ergriff Gove die Initiative und ernannte Peter Clarke, den ehemaligen Chef von Scotland Yards Terrorabwehr, sich diese angebliche „Verschwörung“ anzusehen. Obwohl es (von beiden Seiten) Einwände gegen die Ernennung Clarkes wegen seines hochkarätigen Profils gegeben hatte, blieb er – und bekräftigte dass es grundlegend sei sich alle Beweise anzusehen, um das Ausmaß des Problems festzustellen, oder um alles klären.
Erklärungsversuche

Um die Besorgnis zu verstehen, die der Ofsted Bericht hervorgerufen hat, oder um die weitreichenden Auswirkungen des Fundes auf Großbritannien und Europa zu verstehen, müssen wir uns dem zuwenden, was der Islam zur Bildung der islamischen Ummah innerhalb Großbritanniens, oder jeder anderen Gesellschaft, vorschreibt.
Womit haben wir es also zu tun? Was wir hier sehen in dem Durcheinander der Erosion unseres Erziehungssystem, ist, dass „ein Gleichklang“ oder eine „Einheit des Zwecks“ im islamischen „Erziehungs“ -Konzept auftaucht. Die Worte bedeuten dasselbe, aber die Bedeutung im islamischen „Wörterbuch“ ist eine ganz andere und unterscheidet sich vom britischen Verständnis des Worts „Erziehung“ grundlegend. Weiter unten wird das Konzept deutlich, so wie es in den islamischen Quellen auftaucht.
Die islamische Doktrin der „Erziehung“
Erziehung ist eine sehr spezifische „Doktrin“ oder eher eine Kombination von Doktrinen innerhalb des Islams. Man muss dieses islamische Konzept verstehen – nicht nur dass Erziehungskonzept per se, was im arabischen „Ta’leem“ genannt wird und „Erziehung“ bedeutet, sondern auch das islamische Konzept der „Tarbiya“. Tarbiya wird im allgemeinen benutzt um die „Aufzucht der Kinder“ zu beschreiben.
Aber wenn „Tarbiya“ zusammen mit „Erziehung“ angewendet wird, d.h. „Ta’leem“, dann bedeutet es „Wachstum und Verfeinerung“. Diese „Verfeinerung“ bedeutet, die islamischen Charakteristika in einem Kinde zu formen und mit ihm zu verschmelzen. Beispielsweise gibt einer der Lehrer an einer dieser Schulen öffentlich seine Rolle als „Verschmelzer“ junger Geister zu, wie auch seine Verpflichtung zum Kern des Islams.

Hier das Statement der Daily Mail:

Auf seiner Facebookseite bezeichnet sich Inam Ul Haq Anwar selbst als einen Dozenten an der Park View School, die die zweitgrößte weiterführende Schule im multikulturellen Stadtteil Small Heath ist, das liegt etwas östlich vom Stadtzentrum entfernt. So beschreibt der Mann mit dem Vollbart und Direktor seinen Beruf würdevoll – als Architekt des Geistes. Ein anderer Lehrer an derselben Schule ergänzt hierzu: ‚Alles was sich in meinem Geist abspielt ist die Realität, die Heuchelei, die Mentalität der westlichen Welt und die Brutalität von Ägyptens Sisi und die Art und Weise wie Muslime getötet werden.‘
Abschließend sagt er unverfroren, „Wir brauchen eine britische muslimische Kalifatsbewegung…“
Es ist diese Form der islamischen Erziehung, die jetzt innerhalb des britischen Bildungssystems aufgetaucht ist, wo nun jene, die es sehen wollen, es letztendlich und deutlich sehen können. Aber es kommt die Frage auf: Werden wir uns wieder einmal dazu entscheiden „absichtlich blind“ zu bleiben?
Wie sehen die Auswirkungen dieser Doktrin aus?

Wir sehen jetzt, dass das was wir als „gemeinsamen Nenner“ schätzen, letztlich seinen Focus geändert hat, weg vom Lernen und Erwerben grundlegender Techniken in akademischen Fächern bis zum Grad eines Doktors. Der Wechsel geht zuerst hin zu islamischen „Werten“ und dann zur islamischen „Weltsicht“ – die in die Herzen und Hirne der Kinder eingemeißelt wird. Soweit wir wissen stehen viele dieser islamischen Kernwerte völlig und unzweideutig in starkem Kontrast zu unseren demokratischen Werten.
Nehmen wir zum Beispiel die Religionsfreiheit – sie ist eine persönliche Wahl und Angelegenheit. Aber islamisch gesprochen ist sie es nicht. Es ist ein großes Verbrechen. Nehmen wir beispielsweise die Gleichheit Aller vor dem Gericht – Muslime und Nichtmuslime – das ist völlig unislamisch.
Nehmen wir das Konzept der Gleichberechtigung von Mann und Frau … und so weiter. Unsere britischen Kernwerte müssen sich, in den Hirnen der Islamisten, letztlich den islamischen Werten beugen und das ist das was „Tarbiya“ in Wahrheit bedeutet.
So sind nicht nur einige islamische Werte im völligen Gegensatz zu britischen Werten – sondern wenn die islamische „Tarbiya“ eingeführt und umgesetzt wird, dann ist das Ethos nicht mehr länger „Erziehung“ nach unserer Definition, was bedeutet ein Kind darauf vorzubereiten Dinge abzuwägen und eine Wahl zu treffen. Stattdessen ist das neue Ethos und Ziel eine Generation engagierter und disziplinierter Muslime heranzuziehen (die in der Tat nur sehr wenige Wahlmöglichkeiten haben), die zielstrebig auf ein einziges Ziel ausgerichtet kooperieren, um die islamische Scharia zu verbreiten und in Kraft zu setzen.
Die Auswirkungen der „Tarbiya“ auf unsere Gesellschaft
Wenn das Konzept der islamischen „Tarbiya“ eingeleitet oder eingeführt und umgesetzt wurde, sehen wir folgende Auswirkungen:

• Eine radikale Änderung in der Lehrmethode und der Führung der Schule, die sich islamischen Richtlinien und Standards unterwirft und sich so britischen Standards verweigert oder rebelliert. Solche Änderungen umfassen beispielsweise die Trennung der Geschlechter, die Trennung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen (auf Klassenausflügen, im Klassenzimmer, auf dem Schulhof, im Sportunterricht) und noch viel mehr (Vieles findet man im Ofsted Bericht).
• Die Schüler werden von der Gesamtgesellschaft entfremdet, der Rest wird zu Apostaten erklärt – Feinden von Allah und dem Islam – und letztendlich werden sie zwangsverpflichtet die Scharia umzusetzen. Mit anderen Worten, zukünftige potentielle Radikale zu werden. Das ist das, was der Ofsted Bericht als die ‚knappe Interpretation und strikte Anwendung der fundamentalistischen Agenda‘ identifizierte.

Alarmglocken!

Man muss mit dem Ofsted Bericht einig sein und die Alarmglocke schrillen lassen – denn wenn man das Tarbiya Konzept der „Erziehung“ versteht, dann beginnt man die gewaltigen Auswirkungen seiner Etablierung und Verbreitung zu verstehen. In Laiensprache bedeutet das, dass das ultimative Ziel darin besteht die potentiellen Kader innerhalb in Großbritannien beheimateten muslimische Gemeinschaften zu pflegen, die bereit sein werden unabhängig voneinander „zum Wohle Allahs zu streben“. Sie sind voll ausgestattet mit dem notwendigen Wissen, Verständnis und den organisatorischen Fähigkeiten um einen Unterschied zu machen. Diese aktive Rolle bedeutet letztendlich, im Rahmen ihrer Mission dem Islam zur Überlegenheit und Dominanz zu verhelfen, die in allen Gesellschaftsschichten vorherrscht. Das bedeutet die Gesellschaft „Scharia kompatibel“ zu machen.
Ein „duales System“ hat keine Perspektive

Um unsere Nation und ihre demokratischen Institutionen und Grundwerte zu beschützen, sollten andere islamische Institutionen gründlich unter die Lupe genommen und verpflichtet werden sich dem britischen System anzupassen, so dass sie in Übereinstimmung sind mit den Prinzipien, wie sie im Parlament beschlossen werden.
Wir können kein duales System innerhalb unserer juristischen, politischen, wirtschaftlichen oder jeder anderen Sphäre, gestatten.
Zusammenfassung und Ausblick

Um die potentielle Gefahr dieses „Trojanischen Pferd“ Projekts an britischen Schulen und woanders zu verstehen, muss man sich deren Realität öffnen und dem Zweck der Doktrin innerhalb des Islams. Man muss sich auch der Realität dieser augenscheinlich harmlosen didaktischen Erfindungen öffnen, die islamistische Führer einführen, die so sorgfältig unter dem Radarschirm aufgebaut wurden, bis die Zeit gekommen ist, wo sie sichtbarer Teil des Gewebes unseres Erziehungssystems geworden sind und so zu einem fait accompli.
Wenn die Warnglocke von Ofsted verstummt, dann werden wir sehen wie diese Tarbiya Initiativen durchsickern, nicht nur in den Grundschulen, sondern auch in allen anderen Bildungseinrichtungen.
Ist dieser umstrittene Brief nur ein fehlgeleiteter Versuch die Bemühungen der muslimischen Gemeinschaft ihre Kinder zu erziehen, schlecht zu machen? Oder ist er ein unerwartetes Geschenk, das uns erlaubt einen Blick auf die Methoden des Tarbiya Erziehungsprozesses zu werfen, der sich gerade in Großbritannien ausbreitet?
Wenn sich der Rauch dieser Untersuchung verzogen hat, werden einige von uns zurückfallen in einen unsicheren Status der Anpassung? Werden wir versucht sein, wieder einmal die Beweise hinwegzuerklären durch Überlegungen wie kurzfristigen „Frieden und Harmonie“, kulturelle Vielfalt, oder schlimmer noch – politische Zweckmäßigkeit, die diesen steigenden sozio-politischen, sozio-religiösen Druck nicht aushalten kann? Oder werden wir unsere Augen und Herzen offen halten für die Realitäten, die sich ergeben und fest hinter allen Versuchen stehen die demokratischen Werte wiederherzustellen und zu verteidigen?
Das alles sind Fragen die eine wohlüberlegte Denkweise fordern und die Basis jedes bedeutenden Versuch sind, das wiederherzustellen, was wir verloren haben.
EuropeNews / 17 November 2014

Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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