Die Muslimbrüderschaft wird in Österreich unterstützt

aymen_aliTopberater Ägyptens Ex-Präsident Mohammed Mursi in Graz

 

Die österreichische Zeitschrift „Profil“ publiziert, dass die Muslimbruderschaft, die in vielen Ländern als terroristische Organisation gilt, hat in Österreich ihre Ableger. Der italienische Terror-Experte Lorenzo Vidino findet es problematisch, dass die Muslimbrüder in Österreich vom Staat unterstützt werden.
Seiner Expertise nach hat die „Muslimische Jugend Österreichs“, die derzeit mit ihrer energiegeladenen eloquenten Vorsitzenden Dudu Kücükgöl gegen das neue Islamgesetz durch die Medien geistert, starke Verbindungen zu Menschen, die von den Muslimbrüdern beeinflusst sind. Auch einer der Topberater von Ägyptens Ex-Präsident Mohammed Mursi lebte lange Zeit in Graz.
„Die Muslimbruderschaft verfügt im Bundesgebiet über keine deklarierte Organisation, doch finden sich ihre Anhänger in zahlreichen Moscheen, islamischen Vereinen und Organisationen“, heißt es im Bericht des Verfassungsschutzes aus dem Jahr 2005; in späteren Berichten wird sie namentlich nicht mehr erwähnt. Offiziell bekennt sich freilich kaum jemand zur Muslimbruderschaft – nicht einmal Amir Zaidan, der vor Jahren in seinem Asylantragsverfahren in Deutschland anführte, dass er deren Gedankengut teile. Zaidan kam 2003 auf Einladung der IGGiÖ nach Österreich, nachdem er in Deutschland wegen seiner Kamel-Fatwa scharf kritisiert worden war. Die Fatwa besagte, dass eine Frau ohne Begleitung eines männlichen Verwandten nicht allein reisen dürfe, jedenfalls nicht weiter als eine Kamelkarawane von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zurücklege. Zaidan betreibt das „Islamologische Institut“ in Wien und ist in der Fortbildung für islamische Religionslehrer aktiv.
Der Verein „Islamische Liga der Kultur“, der österreichweit zehn Imame beschäftigt, steht ebenfalls den Muslimbrüdern nahe. Er kooperiert mit der „Islamischen Vereinigung Österreichs“. In einer ihrer Moscheen in der Praterstraße in Wien, eine von der IGGIö anerkannte Moschee, liegen Broschüren von Pierre Vogel auf.
„Was soll man da machen?“, sagte der Vorsitzende der IGGiÖ, Fuat Sanac, vor wenigen Wochen in einem profil-Interview auf die Frage, wie die Radikalisierung der Jugend zu bekämpfen sei. Angeblich hatte er dem Islam-Gesetz schon die Zustimmung erteilt, ehe er von seinen Leuten zurückgepfiffen wurde.
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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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