88 % für Verbot von Islam-Kindergärten

Die Forderung von Integrationsminister Sebastian Kurz (VP) nach Schließung der Islam-Kindergärten in Wien stößt in der Bevölkerung auf große Unterstützung.

„Es soll keine islamischen Kindergärten geben. Es braucht sie nicht. “ Mit dieser Aussage hatte Integrationsminister Sebastian Kurz (VP) wieder einmal eine heftige Polit-Debatte losgetreten. Während quer durch die Parteien die Meinungen auseinandergehen, steht die Bevölkerung klar hinter Kurz’ Forderung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage auf „heute.at“ mit bereits 900 Teilnehmern.

Demnach sprechen sich gleich 88 Prozent für ein Verbot aus, sehen diese Kindergärten als Hindernis für die Integration. Nur sechs Prozent sind generell gegen den Kurz-Vorschlag. Weitere fünf Prozent wollen das Verbot nur dann umgesetzt wissen, wenn im Gegenzug dafür auch katholische Kindergärten verboten werden.

 

Nur ein Prozent gibt an, sich bei diesem Thema zu wenig auszukennen, um es beurteilen zu können.

 

Politisch reklamierte am Donnerstag FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache das Verbot für sich: Kurz habe „neuerlich eine langjährige FPÖ-Forderung“ übernommen. Nachsatz: Er rechne nicht damit, dass der „Ankündigungsweltmeister“ auch die Umsetzung schaffe. Dazu würden ihm „Wille und Mut“ fehlen.

 

Gan anders Rot und Grün: Der grüne Bildungssprecher Harald Walser sprach von „billigem Wahlkampfgetöse“ und „Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas“. Allerdings: Dass es Missstände gibt, bestreitet Walser nicht. Diese müsse man dringend angehen.

 

Wiens Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SP) warf dem Integrationsminister vor, Probleme zu „erfinden“. Kurz solle konkrete Vorwürfe nennen. Wenn der aber meine, dass man nur mehr weltliche Kindergärten zulassen solle (und damit auch katholische verbieten müsste, Anm.), erwartet Czernohorszky eine „interessante Diskussion“.

 

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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