„Bombendrohung“ gegen Kirchen sorgt für Wirbel

Eine angebliche Bombendrohung gegen Wiener Kirchen sorgt für Aufregung. Eine Pfarre hat sogar Warnzettel aufgehängt. Ist ein Anschlag auf eine Wiener Kirche geplant? Per Aushang bittet die Familienkirche der Pfarre Neuottakring die Gläubigen, umsichtig zu sein und die Augen offen zu halten.

Die Warnung im Wortlaut: „Wir haben soeben vom Verfassungsschutz die Nachricht erhalten, dass es einen ernst zu nehmenden Verdacht gibt, dass heute Abend jemand eine Tasche in einer Kirche in Wien deponieren will, die eventuell auch Sprengstoff enthalten könnte.“

Und weiter: „Bitte achten Sie besonders auf herumstehende Gegenstände, denen niemand zuzuordnen ist. Bei Verdacht verständigen Sie bitte umgehend die Polizei.“

„Wir wurden per Mail gewarnt. Die Nachricht ging an alle Pfarren in Wien“, heißt es aus der Pfarre Neuottakring.

Behörden entwarnen

Auf Anfrage von „Heute“ wird bei den Behörden vorerst Entwarnung gegeben: Es handle sich wahrscheinlich um ein Fake-Mail, das in den Sozialen Medien rasch verbreitet wurde.

„Es hat abstrakte Hinweise gegeben“, bestätigt Oberstleutnant Daniela Tunst, Leiterin der Polizeipressestelle, gegenüber „Heute“. „Schon am Dienstag gab es Hinweise im Zuge einer Facebook-Konversation, dass in einer Wiener Kirche von einer unbekannten Person eine Tasche mit Sprengstoff platziert werden soll“, so Tunst.

Die Polizei handelte sofort, setzte – vor allem am Feiertag Fronleichnam – Maßnahmen. „Die Kirchen wurden natürlich informiert. Die Kollegen im Streifendienst waren sensibilisiert, achteten vor allem auf Taschen und verdächtige Personen“, erklärt Tunst.

Passiert ist glücklicherweise nichts. Der Warnhinweis der Kirche in Neuottakring dürfte irrtümlicherweise erst am heutigen Freitag aufgehängt worden sein.

 

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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