Möglicher Asylbetrug in Berlin Behördenleitung soll jahrelang Hinweise ignoriert haben

Berlins Ausländerbehörde soll jahrelang Hinweise ignoriert haben, wonach Nigerianer illegal nach Berlin geschleust worden sein sollen. Das behauptete nun ein Kenner der Ausländerbehörde im RBB. Die Senatsinnenverwaltung wies den Bericht zurück. „Der Vorwurf, die Ausländerbehörde habe nicht auf Hinweise von Mitarbeitern reagiert, ist falsch“, sagte Sprecher Martin Pallgen. Nach seinen Worten lagen im Spätsommer 2016 erste belastbare Informationen auf illegale Schleusungen vor.

Die Behördenleitung habe Maßnahmen ergriffen, um diese Verdachtsmomente zu erhärten. So seien Anträge, die eine Anwaltskanzlei zugunsten nigerianischer Staatsangehörigen gestellt habe, besonders intensiv geprüft worden. „Daraufhin wurden weitere Nachweise gefordert sowie bei Zweifeln an der Echtheit von nigerianischen Unterlagen besondere Anhörungen durchgeführt“, so Pallgen. Er räumte aber ein, dass die bereits bekannten Vorgänge erneut überprüft würden. „Bislang sind der Ausländerbehörde 173 Fälle bekannt“, sagte der Sprecher. „Diese werden nun alle vorgeladen und angehört.“

 

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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