Koptische Kirche feiert 100-Jahr-Jubiläum der „Sonntagsschulen“

Die koptisch-orthodoxe Kirche feierte am Sonntag mit einem von Papst-Patriarch Tawadros II. in der Markuskathedrale in Kairo zelebrierten Festgottesdienst das 100-Jahr-Jubiläum der koptischen Sonntagsschulen. Im Jahr 1918 hatte Erzdiakon Habib Girgis das Netzwerk der „Sonntagsschulen“ begründet. Diese Initiative zur Förderung der geistlichen und theologischen Fortbildung der Jugendlichen hat zusammen mit der Wiedergeburt des koptischen Mönchtums die „koptische Renaissance“ des 20.

Jahrhunderts angeregt. Die „Sonntagsschulen“ haben zur Erneuerung der gesamten Seelsorge der koptischen Kirche geführt, indem sie maßgeblich zur Ausbildung neuer Generationen von Mönchen und Priestern beitrugen. Diese Mönche und Priester waren in der Zwischenkriegszeit, als die Kopten im Königreich Ägypten über großen Einfluss verfügten, aktiv an der „Renaissance“ beteiligt, die auf einer Wiederentdeckung der theologischen und spirituellen Traditionen der koptischen Kirche beruhte. Die „Sonntagsschulen“ waren auch ausschlaggebend für die theologische und pastorale Prägung wichtiger koptischer Persönlichkeiten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, unter ihnen auch Patriarch Shenuda III.

 

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Über Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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