Facebook-Projekte gegen „Revenge Porn“

Australien – Facebook startet zusammen mit der australischen Regierung ein Pilotprojekt, um gegen sogenannten „Revenge Porn“ vorzugehen.

In rasantem Tempo habe sich das sogenannte „Revenge Porn“ auf Facebook verbreitet. Meist aus Rachegründen laden ehemalige Liebespaare Nacktfotos oder Videos des nun verhassten Ex-Partners im Netz hoch.

Indem Nutzer nun selbst Facebook ihre Nacktaufnahmen zur Verfügung stellen, sollen diese mittels eines Algorithmus analysiert und mit einem Fingerabdruck versehen werden. Sollte dann ein Dritter versuchen, ein Bild, das dem analysierten ähnelt, hochzuladen, würde Facebook dieses Vorhaben blockieren. Wie der Guardian weiter berichtet, will Facebook solche Aufnahmen nur mit Einverständnis des betroffenen Users hochladen und zeitnah wieder löschen.

 

Der Erfolg des „Revenge Porn“-Blockers dürfte allerdings beschränkt bleiben, meint das Magazin Winfuture. Voraussetzung sei, dass der Profilnutzer selbst Zugang zu dem betreffenden Bildmaterial habe. Und genau das sei in den meisten Fällen ja nicht der Fall, da solche Aufnahmen meist ohne Kenntnis des Betroffenen gefertigt wurden. Ein Verfremden der Fotos könnte ebenfalls den Erkennungsmechanismus erfolgreich austricksen.

 

In Deutschland müssen laut einem Bundesgerichtshofurteil aus dem Jahr 2015 nach dem Ende einer Beziehung auf Verlangen intime Aufnahmen gelöscht werden.

 

journalistenwatch.com

Über uns Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press
Fotoreporter
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