Katar und Saudi-Arabien wollen eine der größten Kathedralen Europas islamisieren

Muslimische Hegemonisten scheinen Phantasien zu haben – als auch eine lange Geschichte – christliche Stätten in islamische zu verwandeln. Nehmen wir zum Beispiel Saint-Denis, die gotische Kathedrale, die nach dem ersten christlichen Bischof von Paris benannt wurde, der dort im Jahre 250 begraben wurde, und die Grabstätte von Karl Martell, dessen Sieg die muslimische Invasion Frankreichs im Jahre 732 stoppte. Heute ist diese Grabstätte, von den meisten der französischen Könige und Königinnen, laut dem Gelehrten Gilles Kepel „das Mekka des französischen Islams“. Die französischen Islamisten träumen davon, sie zu übernehmen und die Kirchenglocken durch den Ruf des Muezzins zu ersetzen.

In der größten Kathedrale der Türkei, der Hagia Sophia, erklang der Ruf eines Muezzins vor kurzem in der Kirche aus dem sechsten Jahrhundert zum ersten Mal seit 85 Jahren.

In Frankreich forderten muslimische Führer, verlassene Kirchen in Moscheen umzuwandeln, womit sie den verstorbenen Schriftsteller Emile Cioran echoten, der einmal über Europa weissagte: „Die Franzosen werden nicht aufwachen, bis die Notre Dame eine Moschee wird“.

Jetzt ist es an der Reihe von Spaniens größter katholischer Stätte, der Kathedrale von Córdoba. Spanische „Linke“ und Säkularisten würden jetzt, wie es scheint, gerne die Kathedrale von Córdoba, das Symbol für eine Zeit, in der ‚der Islam kurz davor stand, das Mittelmeer in einen muslimischen See zu verwandeln‘, in eine islamische Moschee umwandeln. Jetzt, wo der Islam wieder große Flecken des Nahen Ostens und Afrikas erobert, ist es nicht ein großer Zufall, dass diese Kampagne an Boden gewinnt?

Im Jahre 550 war die Kathedrale von Córdoba eine christliche Basilika, die einem Heiligen gewidmet war; dann wurde sie 714 von den Muslimen besetzt, die sie zerstörten und während der Herrschaft des Kalifen Abd al Rahman I. in die Große Moschee von Córdoba umwandelten. Der Ort wurde 1523 von König Ferdinand III. zum katholischen Glauben zurückgebracht und wurde die aktuelle große Kathedrale von Córdoba, einer der bedeutendsten Orte des westlichen Christentums. Jetzt versucht eine Allianz von Säkularisten und Islamisten, die Kirche wieder zum islamischen Glauben zu bringen.

Das Wall Street Journal nannte es deconquista, mit dem Wort reconquista spielend, was die Zeit meint, als Spanien vom Islam zum Katholizismus zurückkehrte. „Die Große Moschee von Córdoba“ nennt sie die UNESCO – die ebenfalls die Geschichte foltert, verdreht und auf den Kopf stellt, um die Vergangenheit von Jerusalem und Hebron umzuschreiben. In den letzten sechs Jahrhunderten wurden dort aber nur katholische Messen und Glaubensbekenntnisse dargeboten. Das WSJ wirft „linken spanischen Intellektuellen“ vor, den Ort zu „dechristianisieren“.

Eine aktuelle Herrschaftskarte des islamischen Staates umfasst nicht nur den Nahen Osten, sondern auch Spanien. ISIS nennt es „Al-Andalus“. Gatestones Soeren Kern, unter anderen, hat den Aufruf von ISIS, Spanien zurückzuerobern, beschrieben. Osama bin Laden, der im Jahr 2004 Spanien in einem Terrorangriff anvisierte, bezog sich häufig auf Al-Andalus in seinen Videos und Reden. Daniel Pipes hat weiter erklärt, „auch Jahrhunderte nach der Reconquista von 1492 sehnen sich Muslime weiterhin danach, das muslimische Andalusien wieder auferstehen zu lassen“. Bin Ladens Erbe, Ayman al-Zawahiri, warf auch in die Waagschale: „Die Rückkehr von Andalus in muslimische Hände ist eine Pflicht für die Umma [muslimische Gemeinschaft]“. Syrische Dschihadisten nennen Spanien „das Land unserer Vorfahren“. In der islamischen Symbolik ist Córdoba das verlorene Kalifat.

Es ist selbstzerstörerisch und surreal, dass spanische Säkularisten – diejenigen, die behaupten, dass ihnen die Trennung von Kirche und Staat wichtig sei – jetzt die muslimischen Hegemonisten in ihrer „Reconquista der Moschee von Córdoba“ unterstützen.

Die jüngste Einwanderungswelle hat viele Muslime nach Spanien gebracht. Die islamische Bevölkerung Spaniens hat sich von etwa einer Million im Jahr 2007 auf heute fast 1,9 Millionen verdoppelt. 350.000 Menschen unterzeichneten eine Petition, die von der spanischen „Linken“ gefördert wurde und die die Enteignung des christlichen Gebäudes forderte. Die politische Autorität in Córdoba verlieh dem katholischen Anspruch auf die Kathedrale einen Schlag, indem sie erklärte, „religiöse Weihe ist nicht der Weg, Eigentum zu erwerben“. Aber so funktioniert Geschichte, besonders in den Ländern, wo das Christentum und der Islam hart um die Herrschaft gekämpft haben. Warum drängen die Säkularisten nicht den Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, darum, den Christen die Hagia Sophia zu geben? Niemand hat eine Augenbraue gehoben, dass „die größte Kathedrale der Christenheit eine Moschee geworden ist“.

Die spanische „Linke“, die die Region regiert, möchte die Kirche in einen „Ort für die Begegnung der Glaubensrichtungen“ umwandeln. Schöne ökumenische Worte, aber eine tödliche Falle für die islamische Vorherrschaft über andere Glaubensrichtungen. Im Jahr 2010 versuchte eine Gruppe muslimischer Aktivisten, im Inneren des Gebäudes zu beten. Um die Unterstützung der amerikanischen Katholiken zu gewinnen, hat der Bischof von Córdoba, Demetrio Fernández González, vor kurzem erklärt, dass das Gesetz von Andalusien die Enteignung der Kathedrale erlauben würde, wenn ein Gericht entscheide, dass die katholische Kirche das Gebäude nicht pflegt. „Es ist bei den Linken Mode geworden, die islamische Vergangenheit von Spanien zu romantisieren“, bemerkte das Wall Street Journal.

„Die Katholiken der Reconquista werden als rohe Fanatiker betrachtet, während das Kalifat als eine Oase der Toleranz und des Lernens präsentiert wird, wo Juden und Christen – ihr zweitklassiger Status spielt offenbar keine Rolle – neben Muslimen in glücklicher convivencia gelebt haben. Barack Obama zitierte sogar während seiner 2009er Rede in Kairo Andalusien als Beispiel für die ’stolze Tradition der Toleranz‘ des Islams“.

Unser säkulares Establishment in den Zeitungen, Universitäten und der Pop-Kultur verdammt die Kreuzzüge als Beweis für die westliche Schuld gegenüber der islamischen Welt. Der westliche Versuch, im Mittelalter Jerusalem zu befreien, ist als christlicher Imperialismus verurteilt worden, während die muslimischen Kampagnen, das byzantinische Reich, Nordafrika, den Balkan, Ägypten, den Nahen Osten und den grössten Teil Spaniens zu kolonisieren und zu islamisieren, um nur einige zu nennen, als eine Zeit der Aufklärung gefeiert werden. Keiner scheint sich jedoch irgendwelche Sorgen zu machen wegen den islamischen Muezzinrufen, die von den Dächern vieler Städte im Westen aufsteigen. Während der Westen sich für die Sklaverei peitscht, erhebt diese in der islamischen Welt keine Fragen, obwohl Sklaverei derzeit in Saudi-Arabien, Mauretanien, Westafrika und anderen Orten in vollem Gange ist (obwohl offiziell „abgeschafft“).

 

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Über uns Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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