Vom Katar-Terror zu Donald Trump

Foto: Wagih Felbermayer

Der Terror zerstört Länder von innen. Wir werden Zeuge, wie Frankreich und Großbritannien zu Regionalmächten schrumpfen und die USA eine arabische NATO planen.

In Britannien wütet der Terror. Glaubt man diversen Medien-Spekulationen, geht es den Terroristen und deren Hintermännern um die Beeinflussung der kommenden Wahlen. Zur gleichen Zeit platzt am Persischen Golf aber eine ganz andere Bombe.

Einer der übelsten Terrorstaaten, in denen die Sklaverei noch bestens funktioniert, mit dem die „Internationale Gemeinschaft“ der westlichen Oligarchenregime USA und EU bisher prima zusammengearbeitet hat, wenn’s ums Massenmorden, Formel1, Fußball – und natürlich Erdgas und Pipelines ging, steht am Terrorpranger.

 

Das geradezu Perverse aber auch Lächerlichste dabei ist, dass der weitaus übelste aller Terrorförderstaaten nach den USA, GB und dem Vatikan in der Welt, Saudi Arabien, also der Heimatboden von Bin Laden und seinen 40 Teppichmesserterroristen, den Hauptankläger gibt.

 

 

Warum vermittelt Trump?

 

Im Zentrum des Kampfes steht die Muslimbruderschaft, die sich bis heute der ganz besonderen Förderung durch Katar erfreut. Ebenso der durch die Türkei. Das wird man dort also sehr genau registrieren, was jetzt mit den Scheichs und deren Muslimbrüder passiert. Das sieht nicht gut für den Padischah aus Ankara aus, der deshalb nur noch tiefer in die Faust Putins gedrückt wird.

 

Doch man sollte nicht vergessen, dass die Muslimbruderschaft ein Produkt des Britischen Empire und seiner türkisch-jesuitischen Freimaurerei ist. Gegründet in den 20ern des vorigen Jahrhunderts in Ägypten, um einen arabischen Nationalismus zu schaffen, den die Briten gegen das Osmanische Reich wenden konnten; den sie später aber wieder mit allen Mitteln bekämpften, um sich selbst zu Herren der Ressourcen der neuen Staatsgründungen zu machen, die im Zuge des Untergangs der Osmanen als britisch-französische Schöpfungen entstanden waren.

 

Ebenso ist Katar, ein ehemaliges Piratennest, von den Briten zu dem gemacht worden, was es heute ist. Will man also jetzt die Muslimbrüder vernichten, so richtet sich das natürlich auch gegen ihre Herren und Meister von Downingstreet und MI6. Und da kommt dann wieder der Terror, der gerade in London wütete, ins Spiel und der vom ehemaligen Verteidigungsminister Gates inzwischen sogar als arabischer Aufstand bezeichnet wird.[1] Das sollte man ernst nehmen.

 

Donald Trump will nun den „Vermittler“ zwischen den Saudis und Kataris auf Kosten Londons spielen. Denn die Saudis standen im Gegensatz zum britischen Katar stets auf der Seite der USA. So eng, dass durch diese Allianz der Petrodollar als Weltleitwährung entstehen und Jahrzehnte funktionieren konnte. Aber welche Gründe bewegen den US-Präsidenten, hier zu vermitteln und welche Optionen hat er wirklich?

 

Downingstreet hat schon verloren

 

Fakt ist: Die Kataris waren stets treue Sklaven Roms. Formel 1 und Fußball WM und westlicher Tourismus waren der Lohn. Das funktionierte so lange, wie die globalistische Allianz zwischen Rom, Washington und London via City of London funktionierte. Damit ist es aber vorbei. Das Imperium, was durch diese Allianz geschaffen wurde, bricht auseinander. Die Machtkämpfe werden schärfer, denn es sind Überlebenskämpfe innerhalb der Oligarchenclans. Schon der Brexit zeigte dies eindrucksvoll.

 

Die „Festlandsoligarchen“ der EU, angeführt von den französischen, kämpfen um den Zusammenhalt der unter der Jesuitenknute stehenden Europäischen Staaten, deren Verbund Deutschland, das ihn finanzieren musste, unten halten sollte. Den britischen Oligarchen, zu deren Handpuppen auch eine Frau Merkel zählt, deren Vater schon dazu zählte, ist nichts lieber, als eine chaotisierte EU, die keine Allianz mit Russen und Chinesen fertigbringt. Darin waren sie sich bis zur Wahl Trumps noch mit den USA einig.

 

Doch Trump und seine Oligarchen sehen ihre Fälle in Eurasien und im Pazifik wegschwimmen, wenn sie es nicht fertigbringen, sich irgendwie in Eurasien und Afrika die Ressourcen zu sichern, die China braucht und sich dabei mit Russen und Chinesen geschäftlich klug zu arrangieren.

 

Dem aber stehen nicht nur die Interessen der Russen und Chinesen gegenüber, sondern eben auch die der Briten! Gegen die Macht der Russen und Chinesen in Eurasien können die amerikanischen Interessen nichts mehr ausrichten. In Afrika ist dagegen noch alles offen.

 

Gelingt es Trump also, mit der Hilfe von Israel (das für den Vatikan immer nur der Wüstenkreuzer Roms in der arabischen Wüste war und ist), Ägypten und eben Saudi-Arabien, seine neue militärische Allianz zu schmieden und diese über ganz Nordafrika und die sunnitisch arabischen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens herrschen zu lassen, behält das wankende Imperium nicht nur ein Bein in der eurasischen Tür, sondern kann sich weiter darin festsetzen und die Bedingungen für das neue Seidenstraßenprojekt Chinas mit aushandeln.

 

Dazu müssen natürlich die Ressourcen Afrikas in ihrer Hinterhand sein, was nicht nur bedeutet, dort die Chinesen in Schach zu halten sondern natürlich auch die Russen und die EU-Konkurrenz. Die bekommt dafür so viele Flüchtlinge, wie gebraucht werden, um die EU endgültig im Bürgerkrieg auseinanderfallen zu lassen. Immer noch die leichteste Art für die Oligarchen der USA, Russlands und Chinas, sich die Beute „brüderlich“ zu teilen. Also selbst ein europäischer Bürgerkrieg wird Downingstreet nichts mehr nützen.

 

Russland spielte die Briten aus

 

Diesen neuen Weltaufteilungsplänen Trumps aber stehen nun die britischen Oligarchen immer deutlicher im Wege, die historisch ja auch nicht zur römischen Aristokratie gehören, sondern zur venezianischen. Die bildet mit der römischen seit der Restauration des schottischen Hauses Stuart auf dem englischen Königsthron im 17. Jh. lediglich eine Allianz.

 

Das, was wir das ehemalige Britische Weltreich nennen, war unter Königin Viktoria und all denen, die ihr auf den Thron folgten, stets nur eine Welteroberungs-Allianz zwischen London und Rom (Disraeli als Roms Statthalter). Wobei Letzteres bei seiner Globalisierung und Kosmopolitisierung der Welt im 19. Jh. Eurasien über die Seemächte zu erobern gedachte, während die Kontinentalmacht Deutschland aufgepäppelt wurde, um Russland vom Festland her anzugreifen. Ohne die hoch erfahrenen Jesuiten, die durch ihren Missionseifer schon im 16. Jh. großen Einfluss auf Russland, China und Teile Indiens hatten, hätten die Briten mit ihren Kriegsschiffen und protestantischen Missionaren Asien vielleicht erobern, aber nicht so lange halten können.

 

Diese Allianz existiert nicht mehr. Mit der Verdrängung der letzten britischen Machtbereiche in seinem ehemaligen Weltimperium verliert das Königreich endgültig seinen globalen Einfluss als Großmacht. Der Commonwealth ist längst keine sichere Bank mehr. Ist erst mal Königin Elisabeth tot, wird es kaum noch einen Staat dieser Gruppe geben, der einen britischen Monarchen als sein Staatsoberhaupt akzeptiert. Womöglich nicht einmal mehr ein auseinanderfallendes Großbritannien.

 

Um die Briten, die ja nach dem Zweiten Weltkrieg alles taten, um die Gründung des Staates Israel durch die vom Vatikan über dessen Bankier Rothschild beherrschten und gelenkten Zionisten zu verhindern, aus deren letzte Festungen in Eurasien zu verdrängen, ist Katar ein wichtiges Schlüsselelement.

 

Es ist aber nicht nur im Visier der Römer und Israelis, sondern auch längst der Russen, die es verstanden haben, das Scheichtum über Rosneft inzwischen wirtschaftlich fest an sich zu binden, was wesentlich zum gegenwärtigen Hass Londons auf Moskau beigetragen haben dürfte. Denn somit war endgültig Schluss mit der Pipeline-Konkurrenz zwischen Russen und Kataries bezüglich des EU-Energiemarktes. Die Briten, die mit Nabucco hofften, den europäischen Kontinent über dessen Energiezufuhr aus Asien mit Hilfe Katars zu beherrschen, haben gegen die Russen verloren.

 

Paris und London wird die Beute abgenommen

 

Unnötig zu erwähnen, dass die katarischen Söldner, die sich als IS, al-Qaida oder sonst was ausgeben und dabei von der Muslimbruderschaft geführt werden, natürlich de facto britische Söldner sind, bzw. solche, die britische Interessen vertreten. Wenn es aber jetzt zum Bruch des Golfrates kommt und womöglich sogar zum Krieg Sunniten gegen Sunniten, nur um Katars Verbrecherbanden im Irak und Syrien wieder loszuwerden, dann zeigt das einen sehr interessanten Schachzug Trumps, um seine arabische NATO zusammen mit den Saudis, Ägyptern und Israelis und eben ohne die Briten vorzubereiten und möglichst kurzfristig durchzusetzen. Denn die Zeit drängt.

 

Die Franzosen machen ja seit einiger Zeit als ehemalige Kolonialmacht ähnliche Erfahrungen wie ihre traditionellen Erzfeinde jenseits des Kanals. Sie werden mit der Gründung besagter Trump-Allianz ebenfalls aus ihren ehemaligen Einflussgebieten verdrängt; vor allem aus Nordafrika.

 

Paris und London waren so dumm, für Washingtons Oligarchen und deren neue NATO die Bombardierungen Libyiens und die Beseitigung Gadafis, der dieser neuen US-NATO arabisch-jüdischer Provinienz natürlich entgegen stand, zu übernehmen. Jetzt stehen diese EU-Kriegsverbrecher da und müssen zuschauen, wie ihnen von ihren „Partnern“ die Beute abgenommen wird. Obendrein ist Großbritannien von der EU isoliert.

 

Innerhalb der EU kann Frankreich, das ebenso nackt dasteht und keine signifikanten Ressourcen mehr hat, die es in die Waagschale der Weltmächte bringen könnte, kaum noch etwas ohne das verhasste Deutschland ausrichten, deren britisch-transatlantische Marionettenregierung nun quasi allein im Wald steht und wohl ebenso ausgetauscht werden muss, will es sich Russland wenigstens so weit annähern, wie Trump es zulässt. Der aber wird es zulassen, solange es GB und Frankreich schwächt.

 

Es bleiben zwei Mächte neben den USA

 

Wir werden also gerade Zeuge, wie zwei ehemaligen Großmächte, nämlich Großbritannien und Frankreich, zu Regionalmächten schrumpfen, die in Anbetracht ihrer fortlaufenden Destabilisierung von Innen durch „islamistischen“ Terror mehr oder weniger unter Kriegsrecht stehen und außenpolitisch kaum noch ein Bein auf die Erde bekommen. Mit dem Ende des Katar und der Eroberung Mossuls (durch amerikanisch gestütze Iraker) und Rakkas (durch amerikanisch gestützte Kurden) sind die Briten im Wesentlichen raus aus Eurasien. Und in der syrischen Provinz Idlib, wo sie unter Erdogans Naturschutz stehen, werden sie sich auch nicht mehr lange halten. Nur, solange es Putin gefällt.

 

In Frankreich wurde mit Macron absichtsvoll eine Rothschild- also Vatikan-Marionette zum Präsidenten der Franzosen gemacht, die letztlich innen- wie außenpolitisch noch machtloser agieren wird als Hollande. Und das soll sie ja auch…

 

Es gibt eben nur noch zwei Mächte, die neben den USA die Aufteilung der Welt beeinflussen können, und das sind nicht Frankreich und Großbritannien…

 

(mehr … )

 

Über uns Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.