Polen beugt sich dem EU-Diktat aus Brüssel nicht

Kürzlich machte die Meldung die Runde, dass Polen lieber Sanktionen aus Brüssel in Kaufen nehmen will, als Flüchtlinge aufzunehmen. Allein das Wort „Flüchtling“ hat dort schon durch Empirie den faden Beigeschmack erhalten, den es hier langsam erst bekommen hat. Deutschland hat sich selbst bereichert, mit wie das BKA nun bestätigt, Schwerkriminellen und Zehntausenden von Straftätern, die relativ ungestört durch die Republik streifen.

Der bloße Gedanke daran, dem deutschen Nachbarland in diesen Alptraum zu folgen, erscheint der polnischen Regierung absurd. Zusammen mit Tschechien, der Slowakei und Polen, haben sich diese Mittel- und osteuropäische Nationen im Visegrad-Bund zusammengefunden. Sie bilden ein geopolitisches Gegenwicht zu Brüssel, zur westlichen EU, die vor allem von Merkel und Macron getragen wird.

Die Visegrad-Staaten sind nicht bereit ihre Identität, Unabhängigkeit und Sicherheit zur Beglückung des Globus aufzugeben. Die Warnungen, die Viktor Orban noch vor einigen Monaten kundgetan hat, sind alle eingetreten. Der Terror hat unter dem Deckmantel der Migrationsbewegungen aus Nahost und Afrika seine Fühler tief in das europäische Kernland gestreckt. Es ist bereits jetzt absehbar, dass Visegrad klüger handelt, als die EU als solche.

Die Institution „Europäische Union“ hat sich verlebt und sie ist grundlegend in Frage zu stellen. Dort wo sie Sinn gemacht hätte, nämlich in der Verteidigung der Grenzen, der Sicherheitspolitik und der Wirtschaft, hat sie versagt. Im Osten und in der Mitte Europa bildet sich ein neues Machtzentrum aus kleinen, aber souveränen Nationen, die Verantwortung nicht für das absurde EU-Projekt, sondern für die eigene Bevölkerung tragen wollen. Man wolle zuerst an die Menschen im eigenen Land haben, schauen dass es dem eigenen Volk gut gehe.

Es ist für Tschechien und Polen mittlerweile unverhandelbar geworden, die Flüchtlingsströme, welche aus Frankreich und Großbritannien, aber auch aus Deutschland abgelenkt werden, bei sich aufzunehmen. Man betrachtet dort wie gebannt vor Schreck, wie sich Vergewaltigungsorgien, Massaker und Terroranschläge über Westeuropa ergießen. Und längst schon kursiert in einigen Leitmedien bzw. in Kommentarspalten auf Facebook folgende Notation: Deutschland hat Europa nun schon zum dritten Mal ruiniert.

So ist die Wahrnehmung, auch wenn man sicher dem Österreicher genauso den Schwarzen Peter zuschieben könnte. Oder Serbien. Der Grundgedanke bleibt: Merkels Alleingang hat die EU und auch den Kontinent Europa in eine katastrophale Krise gestürzt. Für Polen und die anderen Visegrad-Staaten geht die Selbstbehauptung vor. Eigenschutz geht vor. Nur wer selbst gesund ist, kann auch anderen helfen.

 

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Über uns Wagih Felbermayer

Chefredakteur der Presseagentur Euro Arab Press Fotoreporter Webdesigner

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